seit mehr als 40 Jahren war ich in der Rattenfängerstadt als Sportlehrer tätig und gehörte genauso lange zum lebenden Inventar der Albert-Schweitzer-Schule, der Förderschule, Schwerpunkt Lernen in Hameln. In unserer Schule engagierte ich mich, neben der Erteilung meines normalen Sportunterrichts, in der Pflege unseres Computer Netzwerkes und versorgte auch den EDV Unterricht.

Im Jahr 2000 habe ich mich in Zusammenarbeit mit unserem Schulleiter darum bemüht, eine der vom Sportdezernat ausgegebenen Skateausrüstungen zu bekommen, um diese Trendsportart in unserer Schule zu lehren. Seit dem war der Skatekurs, bis zu meinem Ausscheiden aus dem Dienst im April 2015, fester Bestandteil des Stundenplans der 5. Klassen.

1981 gründete ich in Hameln einen Surfclub , um diesem Sport in unserer Region eine Chance zu geben. Neben zahlreichen Ranglistenregatten haben wir im Jahr 1996 auch die internationale Deutsche Meisterschaft am Steinhuder Meer ausgerichtet. Eine Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern, die rund 10 Monate Vorbereitung kostete.

Am 01. Februar des Jahres (2008) übernahm ich den Vorsitz der hamelner Inline-Connection. Eine reizvolle Aufgabe, die ich    zu lösen bereit war. Die erste richtige Herausforderung war die Präsentation unseres Vereines im Rahmen des „Tag der Niedersachsen“ sein. Doch bei der Umsetzung meiner Vorstellungen wollten mir meine Vorstandsmitglieder nicht folgen. Die Auffassung von einem gut funktionierenden Sportverein waren zu unterschiedlich, was zur Folge hatte, dass ich den Vorsitz der hamelner Inline-Connection im Februar 2010 wieder abgab. 

Ich muss gestehen, so 60 Jahre lassen einen die Arbeit in der Schule doch schon ganz schön spüren. Heute haben wir in der Schule einen ganz lieben Kollegen verabschiedet, was auch bedeutet, dass ich meinem Ruhestand immer näher komme. Drei Jahre, so Gott will!

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2013 und ich würde lieber heute als morgen in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Ich bin einfach ausgebrannt. Aber ich denke, ich kann auch zufrieden sein, mit dem, was ich in meinem 40jährigen Berufsleben geleistet habe.

Dazu hat sich der Zustand meines Rückens dramatisch verschlechtert . Eine Spinalkanalstenose bei L4/5 und eine Foramenstenose L5/S1  plagen mich tagtäglich 24 Stunden. Da ist es verständlich, dass einem das Arbeiten in der Sporthalle nicht mehr so leicht von der Hand geht.  

Mittlerweile ist Januar 2014. Die schwarz-rote Bundesregierung beabsichtigt eine Rente mit 63 Jahren, 100% Rentenzahlung bei 45 Arbeitsjahren einzuführen. Das würde bedeuten, dass ich im Sommer 2015 das Berufsleben verlassen kann.

Während meiner REHA-Maßnahme im vergangenen November in Wiesbaden kam eine dort tätige Ärztin auf die Idee, eine Röntgenaufnahme meiner Hüftgelenke machen zu lassen. Das Ergebnis war weniger erfreulich: Eine hochgradige Hüftarthrose rechts war deutlich zu erkennen.

Mein Zustand hat sich seitdem so sehr verschlechtert, dass ich nun den Entschluss gefasst habe, mir Ende Juni, Anfang Juli ein neues Hüftgelenk einbauen zu lassen.

Die Hüfte sitzt gut, aber die Rückenschmerzen gibt es noch, unvermindert.

Wieder ist ein Jahr vergangen. Februar 2015. Mein Rentenantrag ist gestellt. Am 22.07. dieses Jahres wird mein letzter Arbeitstag sein.Im Augenblick kämpfe ich mit der Entscheidung, mir vom Dr. Al Kahlout meine Neuroforamestenose beseitigen zu lassen.

Eigentlich hatte ich mir den Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand etwas anders vorgestellt. Stattdessen, stehe ich vor der zweite OP in diesem Jahr. Die Dekomprimierung meines Neuroforamen hat leider nicht den erhofften Erfolg gebracht. Viele Meinungen von Ärzten und Therapeuten habe ich eingeholt, und nun muss ich eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Stangen und Schrauben von L3-L5. Eine Sache mit der ich mich überhaupt nicht anfreunden kann.

Nun bin ich im Ruhestand! Zusammen mit Gudrun hab ich ein schönes Grillfest veranstaltet, bei dem wir uns gebührend von den Kollegen verabschiedet haben.

Ich stehe noch immer vor der Entscheidung Spondylodese oder immer heftiger werdende Schmerzen.

Ich habe mich für Stangen und Schrauben entschieden. Die ersten zwei Wochen nach der OP waren ganz großartig, so dass ich glauben konnte, jetzt ist alles im grüßen Bereich. Doch dann stellten sich massive Schmerzen im linken Bein ein, was Frau Dr. Schrader zu einer PRT motivierte. Kurz vor dem ersten Termin waren diese Schmerzen jedoch verschwunden. 

Es ist Ostern 2017. Wir waren im Dezember und Januar auf unserer Sonneninsel, aber selbst die andauernde, gleichmäßige Wärme verschaffte mir keine wirklich Linderung. Mittlerweile sind die Schmerzen rund um den Trochanterbereich, im LeistenBereich und im Glutearbereich unerträglich. Ich kann nachts vor Schmerzen kaum noch Schlafen. Viele Ansätze habe ich verfolgt, keiner brachte Klarheit. All mein Hoffen liegt auf Prof. Kalteis in München, den ich Ende des Monats konsultieren werde.

Prof. Kalteis ist konsultiert. Seine Diagnose: Man hat mir bei der Hüft-OP Teile des Glutaeus medius abgerissen oder gar ganz.

Jetzt im Sommer 2018 stehe ich vor dem nächsten, hoffentlich letzten OP-Termin. Prof. Perka in der Charité in Berlin

wird den abgerissenen Muskel refixieren.

WK

Willkommen bei Wolfgang Kolano

No Facebook                     No Twitter

X

                         Der Blick von unserm Balkon, in der Calle Abaise.